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Rebsorten

Die Weinrebe ist die Pflanze, aus deren Früchten der Wein gewonnen wird. Die Rebfläche Deutschlands, d.h. die Fläche, die in Deutschland dem Weinanbau gewidmet wird, umfasst rund 102.000 ha (2012).

Die Weinrebe liegt, wie die meisten Kulturpflanzen, in unterschiedlichen Sorten vor.

Diese Sorten werden im Weinanbau als Rebsorten bezeichnet. In Deutschland gibt es ca. 140 verschiedene Rebsorten, davon sind ca. 14 Rebsorten allgemein verbreitet. Die Rebsorte beeinflusst Geschmack, Struktur und weitere Eigenschaften eines Weines wie Haltbarkeit und sein Entwicklungspotenzial.

Ein Rebsortenwein wird ausschließlich oder größtenteils aus einer einzelnen Rebsorte produziert. In Deutschland müssen mindestens 85% der Trauben aus einer Rebsorte stammen, um der Bezeichnung Rebsortenwein gerecht zu werden. Sortenreine Weine werden zu 100% aus einer Rebsorte hergestellt. Gegensätzlich dazu ist das Cuvée: ein Wein aus verschiedenen Weinen (entweder unterschiedlichen Rebsorten oder/und Weinbergslagen oder aus derselben Rebsorte, aber aus unterschiedlichen Weinlagen, die miteinander verschnitten werden). In einem Cuvée kann der Kellermeister zeigen, was er kann. So vermittelt grade die Cuvée, die ureigene Handschrift des Kellermeisters.

Je nach Art der Traube erhält man rote oder weiße Rebsortenweine. In Deutschland nehmen die Weißweinsorten 64% und die Rotweinsorten 36% der gesamten Rebfläche ein.

Die Auswahl an Rebsorten ist riesengroß. So gibt es die verschiedensten Geschmacksrichtungen und –merkmale. Von trocken bis lieblich, von leicht bis gehaltvoll, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Sehr viele Rebsorten dienen fast ausschließlich der Erzeugung von Rebsortenweinen, einzelne wenige werden in Deutschland als Tafeltrauben angebaut.

 

Albalonga

Albalonga ist eine Weißweinsorte. 1951 wurde Albalonga von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau neu gezüchtet. Die Kreuzung aus Rieslaner und Müller-Thurgau wird hauptsächlich in Franken angebaut. Die wuchskräftige Weißweinsorte erbringt gleichmäßig hohe Erträge. Der Rebsortenwein ist exotisch-fruchtig und säurebetont, mit faszinierender Ausprägung als hochwertiger edelsüßer Wein.

 

Bacchus

Bacchus ist eine Kreuzung der Weißweinsorten Silvaner, Riesling und Müller-Thurgau. Diese Rebsorte zeichnet sich durch gute Anpassung an kälteres Klima aus. Der Bacchus ähnelt dem Müller-Thurgau, erbringt jedoch höhere Erträge. Der Wein dieser Rebsorte hat ein leicht würziges Aroma und eine kräftige Säure. In guten Jahren weist er ein blumiges, dezentes Muskataroma auf.

 

Burgunder

Im deutschsprachigen Raum ist Burgunder der Sammelbegriff für Weinsorten, die aus dem französischen Anbaugebiet Burgund stammen. Die Rebsorte Weißer Burgunder ist aus dem Grauen Burgunder entstanden. Es ist eine wertvolle und elegante Weißweinsorte mit hohen Lageansprüchen. Die Weine dieser Traube zeichnen sich durch frische Fruchtsäure und ein feines Bukett aus. Diese Weinsorte ist fruchtig, vollmundig und extraktreich. Der Früh- und Spätburgunder sind Rotweinsorten.

 

Domina

Der lateinische Name Domina bedeutet „Herrin“. Sie wurde 1927 von dem Landwirtschaftsrat Peter Morio aus dem Portugieser und Spätburgunder gezüchtet. Die Domina ist eine der angenehmsten Rotweinsorten Deutschlands. Der Wein hat eine tiefrote Farbe und ein fruchtiges Kirscharoma. In guten Jahren und Lagen ist der Geschmack vollmundig und extraktreich.

 

Frühburgunder

Der Frühburgunder ging aus einer natürlichen Mutation des Blauen Spätburgunders hervor. Diese Rotweinsorte bevorzugt gute, wärmespeichernde Weinlagen. Der Rebsorten-Ertrag fällt aufgrund kleiner Trauben und Beeren sowie der jahreszeitlich bedingten „Früh“- Reife und der dadurch oft entstehenden Frostschäden relativ gering aus. Da sich die meisten Aromastoffe von Weintrauben in deren Schale befinden, ist allerdings das Verhältnis von Inhaltsstoffen zu Masse hoch. Somit bringen die Trauben dieser Rebsorte samtige, voluminöse Weine hervor. Frühburgunder ist eine vornehme Rotweinsorte, die eine Fülle an Geschmackserlebnissen bietet.

 

Müller-Thurgau

Der Müller-Thurgau ist eine Weißweinsorte, die von Professor Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau gezüchtet wurde. Er hat sich als erfolgreichste Neuzüchtung bewiesen und ist die meist angebaute Weinsorte Frankens. Die Rebsorte hat einfache Ansprüche an Standort und Klima. Diese Weinsorte gehört zu den frischen und anregenden Weinen. Der Müller-Thurgau hat einen zarten, feinen Duft und wenig Säure.

 

Rieslaner

Diese weiße Rebsorte ist eine Neuzüchtung der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau durch Dr. Ziegler aus Silvaner und Riesling. Es handelt sich um eine hauptsächlich in Franken angebaute Weißweinsorte. Der Rieslaner hat einen relativ hohen Säuregehalt und ähnelt darin dem Riesling. Insgesamt ist der Rieslaner jedoch gehaltvoller. Der Wein ist intensiv, mit fruchtiger Säure und exotischer Aromaprägung.

 

Riesling

Der Riesling gilt als eine der besten Weinsorten der Welt. Die Traube bringt qualitativ hochwertige Weine in klimatisch kühleren Weinbaugebieten hervor. In Deutschland ist Riesling die am meisten verbreitete Rebsorte und verbreitet somit wie keine andere Rebsorte deutsche Weinkultur. Riesling-Weine zeichnen sich durch rassige Säure, feine Eleganz und fruchtige Aromen aus. Die rassigen Weißweine können sowohl in der trockenen als auch in der halbtrockenen Variante ausgebaut werden.

 

Silvaner

Silvaner ist eine der ältesten Weinsorten Frankens. Die Rebsorte wurde 1659 erstmals urkundlich in Franken nachgewiesen und seit 1665 im Würzburger Stein gepflanzt. Die Ursache dafür sind unter anderem die geringen Bodenansprüche. Die Weine dieser Weißweinsorte haben einen erdigen und rauchigen Geschmack und eine feine Säure. Sie bestechen durch Bekömmlichkeit und „Persönlichkeit“.

 

Scheurebe

Mächtige Fruchtaromen, edle Fruchtsüße und pikante Fruchtsäuren formen den Scheurebenwein zu einem nachhaltigen Weinerlebnis. Sein Sortentyp ist markant. Er weckt die Erinnerung an reife, schwarze Johannisbeeren und saftige Grapefruit.

 

Spätburgunder

Der Spätburgunder zählt zu den ältesten Kulturreben der Menschheit. Er ist eine der edelsten Rotweinsorten. Diese Rebsorte stellt hohe Ansprüche an Boden und Lage. Der Wein ist samtig und körperreich, mit einem vollmundigen, elegantem Bukett. Sein Aroma erinnert an Beerenobst.

 

Saint Laurent

Der Saint Laurent ist eine sehr alte Rebsorte mit umstrittener Herkunft. Der Name bezieht sich wahrscheinlich auf den Heiligen Laurentius, an dessen Gedenktag am 10. August die Trauben zu reifen beginnen. Diese Rotweinsorte hat einen intensiven Duft, der an Kirschen und Himbeeren erinnert. Der Wein ist dicht, gehaltvoll und zart-herb.

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